Freitag, 10. Juli 2015

[REZENSION] Tricked - The Iron Druid Chronicles 4


Titel: Tricked
Reihe: The Iron Druid Chronicles, Vol. 4
Autor: Kevin Hearne
Verlag: Del Rey
Format: Taschenbuch
weitere Ausgaben: eBook, Hörbuch,
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Urban Fantasy
Seitenzahl: 352
Preis: US $ 7,99
ISBN: 978-0-345-53362-3

Leseprobe: hier


Tricked ist der vierte Band von Kevin Hearnes Chronik des Eisernen Druiden. Die ersten drei Bände sind mittlerweile auch auf Deutsch bei Klett-Cotta erschienen. Hier und jetzt soll es aber um den vierten englischen Band gehen.

Die folgende Rezension enthält kleinere Spoiler auf die ersten drei Bände aber ich habe mich bemüht diese auf ein Minimum zu reduzieren. Mehr als die Klappentexte eh verraten, verrate ich nicht.

Worum geht es?

Siodhachan O'Suileabhain, der sich mittlerweile Atticus O'Sullivan nennt, ist der letzte lebende Druide. Mitterweile über 2000 Jahre alt - aber mit dem Aussehen eines 21jährigen gesegnet - lebt er mit seinem Wolfshund Oberon in Nordamerika, weil es dort nur wenige Götter und eigentliche keine keltischen Feenwesen gibt.

Nach einer längeren friedlichen Zeit, beginnen seine Probleme im ersten Band damit, dass sein uralter Feind - der keltische Gott Anghus Oog - ihn aufspürt. Um gegen diesen zu bestehen, braucht er die Hilfe von Freunden und Bekannten; z.B. seinem Anwaltsduo, dass aus einem Vampir und einem Werwolf besteht. Im Laufe der Handlung werden Gefallen gegen Gefallen gehandelt. Dadurch setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die sich bis in diesen vierten Band zieht. Bedingt durch die Ereignisse des dritten Bandes sieht sich Atticus genötigt seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Damit dieser vorgetäuschter Tod aber die Götter überzeugt, die Atticus' Tod wollen, braucht Atticus ebenfalls die Hilfe eines Gottes. Diese bekommt er von Coyote, dem Trickster-Gott der Navajo, dem er dadurch wiederum einen Gefallen schuldet...

Wichtig für die Geschichte sind aber auch noch zwei der Nebencharaktere. Zum einen wäre da Atticus' Schülerin Granuaile, die gerade erst mir ihrer Druidenausbildung begonnen hat und sein Irischer Wolfshund Oberon, mit dem er telepathisch kommunizieren kann.

Was hat mir gut, was weniger gut gefallen?

Die Reihe hat ein großes Problem: Atticus ist unglaublich mächtig. Spätestens nach einem halben Buch ist jedem klar, dass Atticus jede Situation meistern wird. Wenn er es nicht selbst mit seinem magischen Schwert und seiner ausgeprägten Magie schafft, ist einer seiner Verbündeten zur Stelle und wenn auch die versagen sollten, gibt es immer noch die keltische Todesgöttin Morrigan, die dafür sorgen kann, dass er nicht stirbt. Keins der Bücher ist also wirklich spannend.

Die fehlende Spannung wird aber durch den Erzählstil mehr als ausgeglichen. Atticus erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive und seine Perspektive ist wirklich eine besondere. Zum einen ist er als 2000jähriger unglaublich erfahren und belesen, zum anderen hat er sich gut in unsere moderne Welt integriert. Beides merkt man ihm ständig an, da er seine Erzählungen sowohl mit historischen Details als auch Pop-Kultur-Referenzen ausschmückt. So ist es ganz normal, wenn er in einem Moment Shakespeare zitiert und im nächsten seine Ausführung mit einer Star Wars-Anspielung abrundet. Dadurch ist die gesamte Erzählung sehr flott und humorvoll.

Das absolute Highlight in allen vier Bänden ist aber der Wolfshund Oberon. Die Dialoge zwischen Atticus und Oberon haben mich ein ums andere Mal zum Lachen gebracht. Zum Beispiel beschließt Oberon im ersten Band, nachdem Atticus ihm von Dschinghis Kahn erzählt hat, diesem nachzueifern. Ab diesem Zeitpunkt möchte er Fleisch, das geschnitten ist wie zur Zeit der Hunnen und vor Allem: einen Harem aus Pudeldamen. Nachdem Oberons Rolle im dritten Band etwas zu kurz kam, nimmt sie in diesem vierten Band besonders viel Raum ein, was der Erzählung sehr gut tut.

Fazit

Witzig erzählte, moderne Urban Fantasy.

Wertung: 4/5 Sternen

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