Dienstag, 4. August 2015

[REZENSION] Drachenmahr


Titel: Drachenmahr
Autor: Robert Corvus
Verlag: Piper
Format: Paperback
weitere Ausgaben: eBook
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 400
Preis: € 12,99 [D], € 13,40 [A], sFr 17,90
ISBN: 978-3-492-28015-0

Leseprobe: hier



Drachenmahr ist der neue Fantasyroman von Robert Corvus. Im Zentrum der Erzählung steht ein Drache, der in einer Kathedrale angekettet ist und der von den Bewohnern der Stadt angebetet wird. Mehr über das Buch erfahrt ihr hier und jetzt; das Interview, das ich anlässlich der Veröffentlichung von Drachenmahr mit Robert Corvus geführt habe, findet ihr hier.

Der Autor

Robert Corvus (Jahrgang 1972) lebt in Köln und schreibt seit 10 Jahren phantastische Romane. Neben Romanen in den shared worlds von Perry Rhodan, Das Schwarze Auge und Battletech hat er auch schon einige eigenständige Romane geschrieben.

Das Buch

Hauptfigur und Ich-Erzählerin der Geschichte ist die Stadtgardistin Zarria Machon. Diese lebt in einer Stadt, die durch ein Moor, in dem es vor aggressiven Geistern wimmelt, von der Außenwelt abgeschnitten ist. In der Stadt gibt es zwei große Machtfaktoren: Die sieben großen Familien und den Drachenkult. Als das Oberhaupt der Drachengarde, das zugleich eine wichtig Stellung in der mächtigsten Familie der Stadt einnimmt, tot aufgefunden wird, beginnt Zarria zu ermitteln und ehe sie sich versieht, steht sie im Mittelpunkt der Intrigen der Stadt.

Heimlicher Star der Geschichte ist aber die Stadt selbst. Im gleichen Maße wie man als Leser versucht den Mordfall zu lösen und die Intrigen zu durchschauen, versucht man zu verstehen, was es mit dem Drachenkult, den Geistern, und so weiter auf sich hat.

Was hat mir gut, was weniger gut gefallen?

Die gesamte Kriminal- und später Intrigengeschichte um Zarria Machon ist gut gemacht, logisch und spannend. Dabei nutzt der Autor die Ich-Erzählsituation geschickt aus, indem seine Ich-Erzählerin immer wieder das Geschehen in einer Art und Weise kommentieren lässt, das den Leser neugierig macht.

Noch spannender fand ich allerdings das Rätsel um die Stadt. Dieses nimmt gegen Ende des ersten Viertels richtig Fahrt auf, wenn überraschend eine weitere Gruppierung eingeführt wird. Von da an hat mich das Buch wirklich gefesselt und erst wieder mit der Auflösung losgelassen.

Das Negativste war für mich, dass diese Auflösung zu früh kam. Schon etwa 100 Seiten vor dem Ende, war im Groben klar, wie alles zusammen passt.  Die letzten 100 Seiten haben "nur" noch Details erklärt und Zarrias Geschichte zu Ende gebracht.

Fazit

Drachenmahr ist die ungewöhnlichste Fantasy-Geschichte, die ich seit langem gelesen habe. Schon alleine deshalb kann ich sie jedem Fan intelligenter Fantasy nur empfehlen. Insbesondere der Mittelteil hat mich extrem gut unterhalten. Das Ende hat mich dann aber doch ein wenig enttäuscht. Es war zwar absolut logisch und auch passend aber irgendwie auch zu einfach. Hier hätte ich mir eine fantastischere Erklärung gewünscht. Deshalb trotz des großartigen Mittelteils "nur"...

Wertung: 4/5 Sternen

Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

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