Montag, 27. Februar 2017

[REZENSION] Alice - Follow the White






Titel:  Alice - Follow the White...
Reihe: nein
Autor: Stephanie Kempin
Verlag: Papierverzierer
Format: ebook
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: All-Age-Jugendbuch / Phantastik






Alice - Follow the White ist ein unterhaltsamer Mashup aus Jugendbuch, Märchen und Zombieroman.

Die Autorin:


Stephanie Kempin (geboren 1987)  hat Literaturwissenschaften studiert und arbeitet heute nicht nur als Autorin, sondern auch als Übersetzerin und Lektorin.

Das Buch: 

Die Handlung beginnt in einer Welt, die im Prinzip unsere ist oder besser gesagt, bis kurz vor Beginn der Handlung war. Denn es gibt mittlerweile einige Unterschiede. Einige Menschen haben "magische" Fähigkeiten entwickelt. Noch wird allerdings versucht diese Fähigkeiten der so genannten Mutare zu kontrollieren bzw. zu unterdrücken. Doch damit nicht genug. Neuerdings gibt es noch ein neues Problem: Untote.

Auch Alice, Chloe und Betty gehören zu diesen Mutaren. Sie gehen zu einer speziellen Schule, wo sie lernen sollen ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. Für die drei Mädchen nimmt das Leben eine Wendung zum noch Seltsameren, als Betty stirbt und zu untotem Leben wiedererwacht. Allerdings ist sie nicht unkontrolliert und mordlustig wie die anderen Untoten, sondern verhältnismäßig beherrscht. Die drei beschließen zu fliehen, um Betty zu beschützen. Dabei erhalten sie unerwartet Hilfe von einem sprechenden Kanninchen, dem sie ins Spiegelland folgen. Hier erleben sie ein verrücktes Abenteuer, das durchaus einige Parallelen zu den Abenteuern einer berühmten Namensvetterin in einem ähnlichen Wunderland hat.

Meine Meinung: 

Die beiden Alice-Bücher von Lewis Carroll sind zeitlose Klassiker, die wahrscheinlich fast jeder kennt; wenn auch nur aus den vielen Adaptionen. Auch Alice - Follow the White ist natürlich eine solche Adaption. Die Autorin übernimmt viele Details aus der Vorlage, erzählt dabei aber eine neue Geschichte. Kempins Geschichte ist dabei erwachsener und auch ein wenig härter als die Vorlage. Von daher ist es eindeutig ein Jugendbuch und kein Kinderbuch. Wie viele moderne Jugendbücher ist es aber durchaus auch für erwachsene Leser interessant.

Das Buch überzeugt aber nicht nur durch seine innovative Geschichte, sondern auch durch seinen guten Schreibstil. Fern von karger Hauptsatzprosa transportiert Kempins Stil die Stimmung sehr gut. Insbesondere hat mir das Spiel mit den Erzählperspektiven gut gefallen. Die Hauptkapitel werden aus Alice Perspektive erzählt. In diesen Kapiteln schreitet vor allem die Handlung voran. Zwischen diesen Kapiteln gibt es immer wieder Tagebucheinträge aus Bettys Perspektive, in denen das Geschehen hinterfragt wird.

Einzig der Schluss hat mich nicht völlig überzeugt, da hier zu sehr erklärt wird, was eigentlich der Hintergrund des Geschehens war, anstatt dies dem Leser aus der Handlung heraus zu vermitteln.

Fazit:

Eine absolut lesenswertes Buch für alle Alice-Fans und alle, die es noch werden wollen.

Wertung: 4,5/5 Sternen

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