Freitag, 16. Juni 2017

[KURZREZENSION] Ein wahrhaft seltener Privatdruck




Titel: Ein wahrhaft seltener Privatdruck
Autor: Tobias Bachmann
Verlag: Goblin-Press
Format: Paperback
weitere Ausgaben: nein
Genre: Mystery
Seitenzahl: 128
Preis: € 12,00





Das Buch:

Der Verlag umwirbt die Handlung des Buches wie folgt:

Das Cover zeigte ein Buch in grauschwarzen Schattierungen in schlechter Schwarzweiß-Kopie. Abgebildet war einmal mehr die doppelschwänzige Nixe, jedoch diesmal deutlich größer und sich nicht mehr vor einem Wappen befindend, sondern in einer Meereslandschaft schwimmend. Man hatte die Unterseite ihrer beiden Fischschwänze so abgeschnitten, dass es den Eindruck erweckte, als schwimme sie tatsächlich im Meer oder tauche soeben aus diesem auf. Darüber prangten in großen Lettern der Autorenname und etwas kleiner darunter der Titel und die Bezeichnung »autobiographischer Roman« in kursiver Schrift.
Der Klappentext ließ mich ratlos zurück:
Wer glaubt, hier den neuen Superwurf von Stephan Angler angepriesen zu finden, der irrt. Denn alles ist nur ein Spiel, das die doppelschwänzige Nixe mit uns treibt. Der Zufall ist aufgehoben. Wir alle sind nur Romanfiguren aus Anglers Büchern. Und Angler ist tot. Oder auch nicht. Zumindest steht es in diesem Buch.


Peter Langhans ist Autor und Journalist. Sein aktueller Auftrag ist es, eine Biographie über den verschollenen Erfolgsautor Stephan Angler zu schreiben. Schnell werden seine Recherchen über Angler, zu einer Suche nach dessen letztem Buch. Von dem Buch, das als Privatdruck erschienen ist, gibt es allerdings nur sehr wenige Exemplare und kein einziges ist leicht zugänglich.
Während Langhans immer mehr über Angler und dessen letztes Buch herausfindet, wird er immer mehr in das Geheimnis, das Angler umgibt, hereingezogen.

Meine Meinung: 

Ein wahrhaft seltener Privatdruck ist eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Die Ideen, die der Geschichte zu Grunde liegen, mögen nicht neu sein, dafür hat Bachmann sie aber perfekt miteinander verwoben. Auch den Schreibstil empfinde ich, wie bislang immer bei Bachmann, als sehr ansprechend.

Das Buch ist ein herausragendes Beispiel dafür, dass es sich lohnt zu schauen, was kleine Verlage im Angebot haben. Bei einem großen Verlag hätte Bachmann mit diesen Buch wahrscheinlich schon auf Grund der Kürze keine Chance gehabt. Natürlich hätte man die Geschichte auch auf handelstypischere 300 Seiten ausdehnen können, aber dadurch würde sie meiner Meinung nach verlieren.

Dieses Buch ist definitiv nicht das letzte von Tobias Bachmann und auch nicht das letzte aus der Goblin-Press, das ich lesen werde.

Wertung: 5/5 Sternen



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